NICO MARES

O.T., 2016, Acryl auf Nessel, 150 x 120 cm

Kunsthistorische Gattungsraster helfen nur bedingt, die ästhetischen, die wahrnehmbaren Phänomene der Werke des Künstlers Nico Mares zu kommunizieren. Weder Begriffe wie informell noch action painting, wie Schüttbilder oder psychedelische Malerei treffen die eigenständigen Bildwelten, weder die Scheidung in figurativ oder nichtfigurativ, in narrativ oder nichtnarrativ helfen, Orientierung zu erlangen. Eher sind Beschreibungshilfen im Bereich von vermeintlich abstrakt vorstellbaren Phänomenen mit konkreten Auswirkungen oder in psychoformen Vorstellungen zu finden: von Explosionen oder Implosionen könnte man sprechen, wenn man denn eine an Wirklichkeitserfahrungen verifizierbare Vorstellung von einer Explosion oder einer Implosion hätte. Auch von Eruptionen könnten diese Bilder handeln. Vor allem aber sind es offenbar Traumwelten, Angstvorstellungen, Visionen, innere Traumbilder… vorbildlose Bilder, Bilder vor Abbildern – eben Vor-Bilder.

Denn, hat man sich einmal auf die Bildwelten von Nico Mares eingelassen, wenden sich die Bilder in vorgestellte Bilder von Zusehendem, das wir bisweilen sogar zu kennen glauben, das wir aber nur höchst selten außerbildlich mit Gegenstandbezügen bezeichnen können. Seinen früheren Werken sind noch Abbilder von Oktopoden und Panzern gleichsam gegenständlich zu entnehmen. Seine neusten Werke verweigern jedwede derartige Zuschreibung von Formen. Doch auch in seinen früheren Werken gehen diese Figuren schon „unter“ in reinen Farbwelten. Zwar wäre bisweilen noch von einem Wasser zu sprechen, indem sich ein Octopus aufhält, oder von einer Landschaft, in der ein Panzer steht. Doch wird von diesen Gegenständen abstrahiert, so tritt man ein in eben eine „nur noch“ abstrakte, nur bildlich existierende Welt von Farbe (color und paint), die jeden Betrachter folglich auch „nur noch“ auf seine je eigenen Füße stellt.

So steht der Bildbetrachter vor den Bildern Nico Mares´ wie der Mönch am Meer bei Caspar David Friedrich vor der Unendlichkeit von Strand, Meer und Horizont, der visuellen Unbegreifbarkeit von nie erreichbarer Ferne und unnahbarer Nähe. Das Unbegreifbare, das Nichtbezeichenbare, das Nieerreichbare der Bilder von Nico Mares ist es, was sie so betörend sein lassen. Vor ihnen versagt Sprache. Vor ihnen versagen Erfahrung und Verbalisierungsvirtuosität. Vor ihnen steht jeder Betrachter allein – so zurückgeworfen auf seine eigenen inneren Bildwelten, wie der Künstler vor der noch unberührten Leinwand als Projektionsfläche seiner zu entäußernden Bildwelten.

 

Raimund Stecker, Düsseldorf

 

 

 

 

THE ORANGE C., 2014, Acryl auf Nessel, 130 x 155 cm

 

 

 

 

RGB CLOUD, 2015, Acryl auf Nessel, 195 x 260 cm

 

 

 

 

B.E.M.M.M.D.G.I.N.D., 2014, Acryl auf Nessel, 100 x 220 cm

 

 

 

 

THE D, 2013, Acryl auf Nessel, 260 x 210 cm

 

 

 

NO SORRY, 2016, Acryl auf Nessel, 150 x 200 cm

 

 

 

 

YELLOW, 2013, Acryl auf Nessel, 200 x 160 cm

 

 

 

 

SPLASH, 2011, Acryl auf Nessel, 210 x 170 cm

 

 

 

 

ALLE 2, 2015, Acryl auf Nessel, 200 x 150 cm

 

 

 

 

THE P., 2013, Acryl auf Nessel, 240 x 195 cm

 

 

 

 

F.A. 2, 2015, Acryl auf Nessel, 260 x 210 cm

 

 

 

 

EAST & WEST, 2016, Acryl auf Nessel, 180 x 360 cm

 

 

 

 

99,9, 2016, Acryl auf Nessel, 200 x 200 cm

 

 

 

S.L., 2014, Acryl auf Nessel, 85 x 90 cm

 

 

 

 

F.A., 2014, Acryl auf Nessel, 65 x 85 cm

 

 

 

T.B.C., 2014, Acryl auf Nessel, 90 x 80 cm

 

 

 

 

S.P., 2015, Acryl auf Nessel, 44 x 34 cm

 

 

 

 

NEW, 2015, Acryl auf Nessel, 55 x 70 cm

 

 

 

 

O.T., 2015, Acryl auf Nessel, 55 x 70 cm

 

 

 

 

T.W., 2013, Acryl auf Nessel, 55 x 70 cm

 

 

 

P.C., 2016, Acryl auf Nessel, 90 x 60 cm

 

 

 

 

FINAL 22, 2013, Acryl auf Nessel, 290 x 640 cm, Museum Kunstpalast Düsseldorf – Die Grosse, 2016

 

 

 

 

THE D., Museum Kunstpalast Düsseldorf – Die Grosse, 2015

 

 

 

 

KASK – Selectie door Guillaume Bijl, Zwarte Zaal, Bijlokesite, Gent, Belgien

 

 

 

 

Atelier Nico Mares

 

 

 

CV & SAMMLUNGEN

*1977  Düsseldorf

2000  Studium der Malerei an der Kunstakademie Münster bei Prof. Gunther Keusen, Prof. Daniele Buetti und Prof. Guillaume Bijl

2009  Meisterschüler Prof. Guillaume Bijl

2010  Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Siegfried Anzinger

2014  Meisterschüler Prof. Siegfried Anzinger

2014  Abschluss bei Prof. Siegfried Anzinger

Akademiebrief (Diplom)

 

SAMMLUNGEN:

BAYER

Sal.Oppenheim

WGZ Bank

 

AUSSTELLUNGEN

2017  The Berlin Show, Solo Show, THE ART SCOUTS Galerie, Berlin

2017  nCloud, Solo Show, Galerie ART & SPACE, München

2016  Summer Group Show, Galerie Heinz Holtmann, Köln (G)

2016  Nico Mares – Farbe, Solo Show, Galerie LOOF, Niederlande ( E )

2016  Die Grosse 2016 Museum Kunstpalast ,Düsseldorf (G/K)

2016  Abstract Strategies, Solo Show, Boeckercontemporary, Heidelberg (G)

2015  Kunst für Obdach, EON, Düsseldorf (G/K)

2015  Abstract Strategies, Solo Show, Mirta Demare ruimte voor actuele kunst, Rotterdam, Niederlande (G)

2015  summer group show Galerie Heinz Holtmann, Köln (G)

2015  Abstract Strategies, Poiesis Spec, Berlin (G)

2015  Abstract Strategies, Martina Kaiser Cologne Contemporary Art, Köln (G)

2015  acht maler und Galerie Christine Hölz, Düsseldorf (G)

2015  Die Grosse 2015 Museum Kunstpalast, Düsseldorf (G/K)

2015  Abstract Strategies Galerie Schütte ,Essen (G)

2014  Abstract Strategies Kunstraum „Bespoke“ Düsseldorf (G)

2014  Nico Mares, Solo Show, Galerie Kramer ,Bremen (S)

2014  Focus on young artists, Galerie Heinz Holtmann,Köln (G)

2013  Nico Mares, Solo Show, Sal. Oppenheim Bank Düsseldorf (S/K)

2012  Nico Mares, Solo Show, Galerie Kramer, Bremen (S)

2011  KASK – Selectie door Guillaume Bijl, Zwarte Zaal, Bijlokesite, Gent, Belgien (G)

2010  Phänomenal, WGZ BANK, Düsseldorf (G/K)

2010  Believe in your dreams, Galerie Martin van Blerk, Antwerpen (G)

2009  Lonesome cowboys, Schloss Burgau, Düren (G/K)

2008  Nico Mares – Bilder, Maxhaus Düsseldorf, Düsseldorf (S)

2007  New Grass, Kunstverein Gelsenkirchen, Gelsenkirchen (G/K)

2006  Meisterhaus1, Düsseldorf (G)

2006  Fläche und Farbe, Galerie im Rathaus, Lippstadt und IHK Münster (G/K)

2005  Kunstpreis Junger Westen 2005, Kunsthalle Recklinghausen (G/K)

2004  Leere X Vision, MARTa, Herford (G/K)

2002  TMV, Kunstverein, Bielefeld (G)

 

 

Books

2014  Kunstsammlung WGZ Bank, Neuerwerbungen seit 2006

herausgegeben von Ralf Hartweg im Auftrag der WGZ Bank

ISBN 978-3-00-045979-5

2013  Nico Mares mit Text von Raimund Stecker im Verlag Ralf Liebe

ISBN 978-3-944566-15-3

2010  PHÄNOMENAL – WGZ Bank, Düsseldorf. Düsseldorf.

ISBN 978-3-00-030320-3

2008  New Grass

ISBN 978-3-928682-68-8

2006  Ullrich, Ferdinand; Fläche und Farbe. Zeitgenössische Positionen zur Malerei.

Kleve: B.o.s.s Druck und Medien.

ISBN-10:3-928682-46-6

2005  Ullrich, Ferdinand; Schwalm, Hans-Jürgen; Kunstpreis junger westen 2005.

Malerei. Bielefeld: Kerber Verlag.

ISBN 3-929040-93-X

Giesebrechtstr. 1610629 BerlinT +49.(0)30.327 65 940